Ist Joomla 2026 tot? Fakten statt Mythen

Wer nach "ist Joomla tot" sucht, findet jede Menge Meinungen. WordPress-Anhänger erklären es für irrelevant. Nutzer von Wix und Squarespace fragen sich, warum es überhaupt noch existiert. Selbst manche langjährigen Joomla-Anwender zweifeln daran, ob die Plattform eine Zukunft hat. Hier sind die Fakten.


Die Fakten

Joomla wird aktiv weiterentwickelt. Joomla 6.0 erschien am 14. Oktober 2025. Version 6.0.4 wurde im März 2026 ausgeliefert. Joomla 6.1 befindet sich im Release-Candidate-Stadium, ein stabiles Release ist für April 2026 geplant. Die Entwickler-Community ist aktiv, der Release-Zyklus ist verlässlich, und es kommen regelmäßig neue Funktionen hinzu.

Fast eine Million Websites laufen mit Joomla. Weltweit nutzen rund 930.000 aktive Websites Joomla als Content-Management-System. Damit ist es das fünftbeliebteste CMS weltweit. Das ist nicht die Größenordnung von WordPress (das über 40 % aller Websites antreibt), aber es steht für eine gewaltige, reale Installationsbasis von Organisationen, die sich auf die Plattform verlassen.

Die Joomla-Community wurde 2025 ausgezeichnet. Joomla wurde bei den CMS Critic Awards zum besten Open-Source-CMS gekürt und erhielt bei den 20i FOSS Awards über 75 % der Stimmen – ein deutliches Zeichen für eine starke und engagierte Community.

Die Codebasis von Joomla 6 ist modern. Aufgebaut auf Framework 4, mit Unterstützung für PHP 8.2+, automatischen Core-Updates, verbesserter Barrierefreiheit und einer modernen REST-API – Joomla 6 ist eine wirklich zeitgemäße Plattform, die aktuellen Standards der Webentwicklung folgt.


Die ehrliche Einschätzung

Joomlas Marktanteil sinkt. 2013 hielt Joomla noch 8,7 % des CMS-Marktes. Heute sind es etwa 2,4 %. Auf der Seite der vollwertigen CMS verliert es stetig an WordPress, auf der Seite der gehosteten Baukästen an Shopify, Wix und Squarespace. Das ist ein realer Trend, keine Panikmache.

Es entstehen weniger neue Websites auf Joomla-Basis. Die meisten neuen Webprojekte setzen heute standardmäßig auf WordPress, Shopify oder einen gehosteten Baukasten. Bei Projekten auf der grünen Wiese ist Joomla nur selten die erste Wahl – es sei denn, die konkreten Anforderungen spielen seinen Stärken in die Hände (komplexe Zugriffsrechte, natives Multilingual, strukturierte Inhaltstypen).

Das Erweiterungs-Ökosystem ist kleiner als das von WordPress. Joomla führt rund 5.000 Erweiterungen in seinem Verzeichnis. WordPress hat über 60.000 Plugins. Für gängige Funktionen sind beide Plattformen gut aufgestellt. Für Nischenanforderungen bietet WordPress mehr Optionen.


Ist Joomla also tot?

Nein. Joomla ist nicht tot. Es wird aktiv weiterentwickelt, aktiv gepflegt und weltweit von Hunderttausenden Websites aktiv genutzt.

Aber Ihre Version von Joomla könnte tot sein. Wenn Ihre Website mit Joomla 3 läuft, hat diese Version das Ende ihres Lebenszyklus erreicht – keine Sicherheitspatches, keine Bugfixes, keine Zukunft. Läuft sie auf Joomla 4, gilt dasselbe seit Oktober 2025. Die Plattform selbst ist mit Version 6 quicklebendig. Ihre Installation sollte das ebenfalls sein.

Joomla wird WordPress nicht überholen. Das muss es auch gar nicht. Für die konkreten Anwendungsfälle, in denen Joomla glänzt – komplexe Zugriffsrechte, native mehrsprachige Inhalte, strukturierte Datenverwaltung, Benutzerberechtigungen auf Unternehmensniveau – bleibt es das bessere Werkzeug. Und für die fast eine Million Websites, die bereits damit laufen, lautet die Frage nicht "Soll ich zu WordPress wechseln?", sondern "Wie halte ich meine Joomla-Website sicher, modern und leistungsfähig?"

Genau diese Frage beantworten wir europäischen Unternehmen jeden Tag.


Was Sie tun sollten

Wenn Ihre Joomla-Website auf einer aktuellen, unterstützten Version läuft (Joomla 5.4 oder 6) – pflegen Sie sie, halten Sie sie aktuell und profitieren Sie weiterhin von einer der leistungsfähigsten Open-Source-CMS-Plattformen, die es gibt.

Wenn Ihre Joomla-Website auf einer Version am Ende ihres Lebenszyklus läuft – aktualisieren Sie. Nicht, weil Joomla stirbt, sondern weil Ihre Version es bereits getan hat. Alle Upgrade-Pfade ansehen →

Wenn Sie überlegen, von Joomla zu einer anderen Plattform zu wechseln – sprechen Sie zuerst mit uns. In vielen Fällen ist das Upgrade auf modernes Joomla schneller, günstiger und weniger aufwendig als die komplette Migration zu einem anderen CMS. In manchen Fällen ergibt ein Plattformwechsel tatsächlich Sinn – und wir sagen Ihnen ehrlich, ob das auf Ihre Situation zutrifft.

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